In dieser von unten nach oben abfolgenden, chronologischen Historie der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich über Entstehung und Geschichte dieser Feuerwehr zu informieren. 

Sollten Sie eine interessante Ergänzung, möglichst mit Bildern, in digitaler Form beitragen können, so laden wir Sie herzlich zu einer Email an uns ein! 



13. März 2009: Fahrzeugweihe des lang ersehnten Gerätewagen Logistik 2 als Ersatz für den alten Gerätewagen. Dieser war schon sehr in die Jahre gekommen und den gestiegenen Anforderungen im Einsatzgeschehen nicht mehr gewachsen. Da in Deutschland Feuerwehrfahrzeuge in der Regel alle 20 bis 25 Jahre neu beschafft werden, der 1981 in Dienst gestellte Gerätewagen hatte diese Zeit also schon bei weitem überschritten, stellte man sich in der Feuerwehr Puchheim-Bahnhof schon länger die Frage, wann denn "endlich" das neue Fahrzeug kommen würde.
Im Frühjahr 2009 war es dann endlich so weit und ein deutlich gewachsener Gerätewagen konnte im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins durch Pastoralreferent Christian Kube und Pfarrer Rainer Höfelschweiger geweiht werden. Ein besonderes Highlight war das Geschenk der Attnanger Delegation: sie schenkten eine Motivtorte mit einem Foto des neuen Fahrzeugs.



November 2008: Fertigstellung des Anbaus an das Feuerwehrgerätehaus. Eine neue Waschhalle steht den Feuerwehren Puchheim-Bahnhof und -Ort und dem Gemeindebauhof zur Fahrzeugpflege zur Verfügung. Die neue Halle schafft mehr Platz im Feuerwehrhaus und sorgt dafür, dass die Einsatzgeräte weniger mit Feuchtigkeit beaufschlagt werden, da die Fahrzeuge zuvor in der Fahrzeughalle gewaschen wurden.

 

19. November 2007: Feierliche Weihe des Mannschaftstransportwagens (MTW) durch den evangelische Pfarrer Dr. Markus Ambrosy und den Pastoralreferenten Christian Kube der Katholischen Pfarrei Maria Himmelfahrt.
Das Fahrzeug war ab dem Jahr 2000 als Werbebus für verschiedene Organisationen der Gemeinde Puchheim angeschafft und unter die verwaltungstechnische Obhut der FFw Puchheim-Bahnhof gestellt worden.
Nach Ablauf der Werbeverträge wurde das Fahrzeug dann in mühevoller Kleinarbeit und unter Eigenleistung der FFw Puchheim-Bahnhof zu einem Mannschaftstransportwagen umgebaut. Die hohe Mannschaftsstärke von ca. 80 Aktiven, die ständig wachsende Jugendgruppe und die wiederkehrenden Unwetterschadenslagen auch über Puchheim, die den Feuerwehren viele, gleichzeitige Einsätze bescheren, erfordern ein zusätzliches, flexibles Fahrzeug, welches schnell und variabel verwendet werden kann.
Natürlich sah dies Bürgermeister Dr. Kränzlein in etwas geteilterer Ansicht.

 

 

Juni 2006: Eintrag des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof in das Vereinsregister mit dem Zusatz "e.V."

 

 

2005: Wiederwahl der Kommandanten Thomas Rieck und Michael Viehhauser

 

23. Februar 2004, Rosenmontag: Appartment im Wohntrakt des Feuerwehrhauses in Vollbrand, 24 Verletzte.

 

April 2000: In Dienststellung des neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 16/25, das am 15. Juli 2000 feierlich geweiht wurde (Bild links).

 

 

1999: Neuwahl zum Kommandanten: Thomas Rieck, Stellvertreter: Michael Viehhauser

 

 

Herbst 1997: In Dienststellung der neuen Drehleiter DLK 23/12.

 

24. September 1995: Gründung der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof.
Auf dem Bild, v.l.n.r.: Thomas Greiner-Mai, Florian Gammel, Martin Almstätter, Christian Mühlbauer, Josef Zeilermair, Fabian Friedrich, Felix Kipping.

 

25. September 1994: Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages durch die Freiwillige Feuerwehr Puchheim-Bahnhof.
Im Bild links ist die Landung eines Luftrettungshubschraubers gezeigt, der die Fahrzeugschau ergänzte. Feuerwehren aus den Landkreisgemeinden stellen an diesem Tag ihre Fahrzeuge und Ausrüstung der interessierten Bevölkerung zur Besichtigung zur Verfügung.

 

16. September 1994: Großbrand eines Supermarktes in der Josef-Schauer-Straße.
Das Bild links zeigt die Brandausdehnung kurz nach Eintreffen der Feuerwehr, das Bild rechts ist eine Luftaufnahme vom vollständig ausgebrannten Supermarkt und einer benachbarten Apotheke.

 

 

1993: Neuwahl zum Kommandanten: Michael Weigand, Stellvertreter: Karl-Heinz Hiemer

 

24. April 1993: Fahrzeugweihe eines Löschgruppenfahrzeugs LF 16/12, Rüstwagen RW-2, Mehrzweckfahrzeug MZF und einem Schlauchanhänger (Anhänger nicht mit auf dem Bild).

5. Juni 1992: Hagelunwetter über Puchheim, das der Feuerwehr zahlreiche Einsätze bescherte. Keller und Garagenhöfe waren vollständig überflutet.
Im Bild links die überschwemmte Bahnhofsunterführung. Tischtennisball-große Hagelkörner hatten Gullies und Abläufe verstopft, so dass der nachfolgende starke Regen nicht ablaufen konnte.

 

30. Mai 1992: Gründung der Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Attnang in Oberösterreich.
Auf dem Bild links eine Abordnung der Kameraden aus Attnang-Puchheim/Oberösterreich, zu Gast in Puchheim/Oberbayern.

 

 

1992: Neuwahl zum Kommandanten: Bernd Emslander, Stellvertreter: Ulrich Schulz.

 

Herbst 1991: Beginn der Aufstockungsarbeiten am Wohntrakt des Gerätehauses um drei Obergeschosse.



3. Mai 1991: Großbrand auf dem Gut Harbeck.
Ein Brandstifter war damals im Landkreis umgegangen und hatte bereits an mehreren Bauernhöfen gezündelt und für schwere Einsätze der Feuerwehren gesorgt.

 

März 1990: Großeinsatz auch in Puchheim: Die Sturmtiefs "Vivien" und "Wibke" fegten über Puchheim hinweg und sorgten für zahlreiche Einsätze.
Links im Bild Kamerad Franz Baier beim Zersägen eines umgestürzten Baumes in der Ludwig-Thoma-Straße. Die Halterin des Fahrzeugs war gerade auf dem Weg zu ihrem Wagen, als der Baum auf das Auto fiel.

 

 

1989: Neuwahl zum Kommandanten: Michael Bräu.

 

 

1982: Ergänzung der Sirenenalarmierung um Alarmierung durch Meldeempfänger.
Die ersten Meldeempfänger sollten besonders bei Kleinalarmen die übrige Bevölkerung von Sirenenalarmierung entlasten. Für die Feuerwehrleute bedeuteten die Piepser eine eindeutigere Alarmierung; bei Nebel waren Sirenen aus Eichenau oder Gröbenzell fast nicht von den eigenen zu unterscheiden. So kam es bis zur Einführung der Piepser häufig zu unnötigen Anfahrten zum Gerätehaus.

 

Ebenfalls 1981: Mit Umzug in das neue Gerätehaus wurde auch ein Gerätewagen in Dienst gestellt.

 

1981: Umzug in das neuerrichtete Gerätehaus an der Siemensstraße in Puchheim.
Neben der Fahrzeughalle für sechs Feuerwehrfahrzeuge und einer Waschhalle erhielten die Mitglieder einen Schulungsraum und einen eigenen Verwaltungstrakt mit eigener Funkzentrale. Die damals eingeweihte Schlauchwaschanlage war damals die modernste Europas: über einen seilgezogenen Schlitten konnten die Schläuche waagrecht durch eine Waschvorrichtung geführt, an eine Druckvorrichtung zur Prüfung und anschließend an eine Trockenluftanlage angeschlossen werden; der sonst für Feuerwehren übliche Schlauchturm entfiel durch die Einrichtung. Bei Neubau des Feuerwehrhauses war ebenfalls ein eingeschossiger Wohntrakt benachbart, in welchem Feuerwehrmitglieder eine Bleibe fanden. Dies verkürzte die Ausrückzeiten der Feuerwehr, insbesondere zu Nachtzeiten.

 

 

1980: Neuwahl zum Kommandanten: Ruppert Hoiß, Stellvertreter: Karl-Heinz Keiner

 

1974: 50-Jahr Feier der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof mit Weihung der Fahne von Fahnenmutter Frau Hilde Hiemer.

 

1973: In Dienststellung eines Tanklöschfahrzeugs TLF 16/25. 
Der Bauboom in Puchheim-Bahnhof, der die Einwohnerzahl von 6.400 auf knapp 15.000 ansteigen ließ, machte die Neuanschaffung der beiden Fahrzeuge erforderlich. Insbesondere der Bau von höheren Gebäuden begründete die Anschaffung der neuen Drehleiter.
Links ein Bild vom Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof während einem Tag der Offenen Tür am Gerätehaus an der Poststraße, aufgenommen Mitte der 70-er Jahre.

 

 

1972: In Dienststellung einer Drehleiter DLK 23-12

 

 

1972: In Dienststellung eines VW DoKa (Doppelkabiner) als Mehrzweckfahrzeug für Einsatzleitung und Kleinalarme. Es ersetzte den Mannschaftstransportwagen Opel Blitz.

 

 

10. Oktober 1966: Bezug des Gerätehauses an der Poststraße, dem heutigen Gelände der Gemeindebücherei.
Die Fahrzeughalle verfügte über drei Ausfahrten; die Einsatzuniformen der Feuerwehrmänner war an Haken an den Hallenwänden gehängt. Ebenfalls in den Dienst gestellt wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8.

 

 

ebenfalls 1964: Großbrand auf dem Gelände der ehemaligen Hausmüllverwertung. Die verbliebenen Schienen nutzend hatte die damalige Isolierfirma Reinhold & Mahla das Areal gepachtet und hier Kork mit Teer zu Isolierplatten verpresst. Die Lagerbestände des Unternehmens waren damals in Brand geraten und hatten für Feuerschein bis nach Dachau gesorgt.
Die zahllosen Schaulustigen ließen sich nicht von der Einsatzstelle vertreiben, zu der die Feuerwehren aus dem Umkreis und die Berufsfeuerwehr aus München zur Hilfe geeilt waren. Erst als aus dem Postweiher Löschwasser angesaugt wurde, zogen die Gaffer von dannen: In dem Postweiher befand sich damals Schweinsodel.

 

 

1964: Neuwahl zum Kommandanten: Bruno Keil.

 

1958: In Dienststellung eines Mannschafttransportfahrzeug aus Beständen der Bahnpolizei. 
Links im Bild der Opel Blitz bei einem Einsatz in der Münchner Straße.

 

1951: Anschaffung eines Dodge aus Beständen der US-Army zum Ziehen des Tragkraftspritzenanhängers. 
Links auf dem Foto das erste Kraftfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof vor dem Geräteschuppen auf dem heutigen Parkplatz nördlich am Puchheimer Bahnhof.

 

 

1947: Neuwahl zum Kommandanten: Alois Robl.

 

 

1946: Neuwahl zum Kommandanten: Paul Pletl.

 

1945, nach Kriegsende: In Dienststellung eines Tragkraftspritzenanhängers.

 

 

1940: Ergänzung der Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof um Jugendliche aus der Hitler-Jugend, die zum Feuerwehrdienst verpflichtet wurden.

 

 

1939 - 1945: Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof, die während dem 3. Reich der Reichspolizei unterstellt war, oblag Paul Pletl, Michael Eigelein und Michael Robl.
Da die wehrtauglichen Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden, hatte man die Mitgliederzahl durch verbliebene Frauen aufgestockt.
Puchheim blieb von Kriegsschäden weitestgehendst verschont. Bekannt wurde ein Notabwurf von Bomben in der Gegend an der Lußstraße, die von den Amerikanern eigentlich der Landeshauptstadt München zugedacht waren. Bei der Explosion einer Granate hat sich ein Puchheimer Jugendlicher schwerst verletzt.

 

 

1. Januar 1939: Auflösung der Betriebsfeuerwehr an der Hausmüllverwertung und Verteilung der Materialbestände an die Freiwilligen Feuerwehren Puchheim-Bahnhof und Puchheim-Ort.

 

 

1935: Wahl des neuen Kommandanten: Michael Robl.

 

1925: In Dienststellung einer Saug- und Druckspritze auf einem Kutschenwagen.
Die Kutsche kam nach dem Zweiten Weltkrieg während der Treibstoffknappheit nochmals kurzzeitig zum Einsatz.
Das Foto wurde ebenfalls Mitte der 60-er Jahre bei dem erwähnten Umzug aufgenommen.

 

 

1924: Wahl des neuen Kommandanten: Johann B. Meisinger.

 

Auf dem Foto links ist die Druckspritze zu sehen, die bei einem festlichen Umzug Mitte der 60-er Jahre von Kameraden in Uniformen der Zeit des Gründungsjahres getragen wurde.

 

20. Mai 1923: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof, damals noch unter dem Namen "Freiwillige Feuerwehr Puchheim - Kolonie".
Links im Bild die Anmeldung zur Aufnahme beim "Bayerischen Landes-Feuerwehr Verband" und gleichzeitige Gründungsurkunde der Freiwilligen Feuerwehr Puchheim-Bahnhof.
Die Mitgliederzahl betrug 39 Mann, darunter 7 Steiger, die zum Löschangriff über eine Leiter ausgebildet waren, 30 Spritzenmänner, ein Signalist und ein Kommandant, Johann Beierl. Als Ausrüstung verfügte die Feuerwehr über eine Saug- und Druckspritze,die auf einer Achse zum Einsatzort gezogen werden musste, eine einteilige Leiter und ca. 50 Meter Druckschläuche.
Als Unterstand für Ausrüstung und Geräte diente ein Holzschuppen, der sich auf dem Bahngelände befand.
Von der Gemeinde gestellt wurden Schutzhelm, Jacke und Gurt, während Hose und Stiefel von den Feuerwehrmännern selbst beigestellt werden mussten. Helm und Knöpfe der Uniform waren aus Messing und bedurften intensivster Pflege.

 

Im Jahre 1900 wurde eine Betriebs-Feuerwehr auf dem Gelände der damaligen Hausmüllverwertung, heute Gewerbepark an der Josefstraße, gegründet. Diese Feuerwehr, deren Mitglieder sich aus Werksangehörigen zusammensetzte, übernahm auch den Brandschutz für die Häuser im heutigen Puchheim-Bahnhof, die sich rund um das Gelände angesiedelt haben. Aus dieser Feuerwehr rekrutierten sich zum Teil die ersten Mitglieder einer neuzugründenden Feuerwehr in Puchheim, nachdem die Einsatzzahlen die Betriebsfeuerwehr überforderten.
Links im Bild sieht man eine Aufstellung der damaligen Feuerwehr vor dem Ziegelbau, der in Teilen noch auf dem Gelände am Gewerbepark in der Josefstraße zu finden ist. 
Hausmüll aus München wurde über Bahngleise nach Puchheim transportiert und hier verwertet. Diese Gleise sind mit ein Grund, warum in Puchheim überhaupt ein Bahnhof entstand. Damals wurde jedoch auf einer schmäleren Gleisspur gefahren; diese Gleise sind teilweise noch auf dem Gelände am Gewerbepark zu sehen. Unverrottbarer Müll, wie zum Beispiel Glas- und Keramikscherben, sind noch heute bis über die Edelweiß- und Primelstraße hinaus im Erdreich zu finden.