DLK 23/12 PLC III (Drehleiter mit Rettungskorb)

Die Drehleiter aus der Familie der Hubrettungsfahrzeuge hat einen Leiterpark mit 30 m Länge. „DLK 23/12“ bedeutet 23 m Rettungshöhe bei 12 m Ausladung (siehe Skizze). Durch die Neigung am Aufstellwinkel verliert der Leiterpark ca. 7 m an Höhe.
Sie dient zum Retten und Löschen aus größerer Höhe, über die Krankentragenhalterung können Patienten schonend über Fenster oder Balkon auf Bodenniveau gefahren und so ein unsanfter Transport über enge Treppenhäuser vermieden werden. Mittels einem Wendestrahlrohr kann die Drehleiter zum Ablöschen größerer Flächen oder auch als alternativer Zugangsweg in höhere Stockwerke eingesetzt werden. Die Bezeichnung „PLC III“ weist auf die Computer-gestützte Steuerung des Leiterparks hin. Über eine komplexe Sensorik am Leiterpark können schwierige Aufstellsituationen, zum Beispiel in engen Höfen oder auf weichem Untergrund, überbrückt und für Mannschaft und Fahrzeug gefährdende Betriebszustände erkannt und signalisiert werden. Durch automatische Vorwarnung und ggf. Abschaltung von Bewegungsrichtungen wird so höchstmögliche Sicherheit für die Bedienmannschaft gewährleistet.
Übrigens:
Dieses Fahrzeug wird im Feuerwehrwesen richtigerweise als „Drehleiter“ bezeichnet; der häufig fälschlich verwendete Ausdruck „Leiterwagen“ bezeichnet einen Handkarren, der eine seitliche Umrahmung ähnlich dem Aufbau von Leitern inne hat, und findet im Sprachgebrauch der Feuerwehr keine Anwendung.

 



  Fahrzeugdaten: 
Fahrgestell: MAN L82 
Baujahr: 1997 
Leistung: 260 PS
Höchstgeschwindigkeit: ca.90 km/h
Gesamtgewicht: 12 t
Drehleiteraufbau: Metz DLK 23-12 PLC III
Auszug der Beladung:

Pressluftatmer + Ersatzflaschen

- Kettensägensatz

- Rollgliss (Auf- und Abseilgerät)

- Höhensicherungssatz (60m elastisches Kletterseil, Klettergurte, Bandschlingen ,etc.)

- 8 kVA Bosch-Stromerzeuger

- Typhoon Überdruckbelüfter

Krankentragenhalterung

- Geräte zur medizinischen Erstversorgung, z.B. Stifnecks