Octopus Airbagsicherung

Nicht immer kommt es bei einem Verkehrsunfall automatisch zu einer Auslösung des Airbags. Umso gefährlicher wird es , wenn der Airbag während der Rettungsarbeiten explodiert.

Durch die ständigen Weiterentwicklungen in der Fahrzeugsicherheit sind mittlerweile nicht nur Beifahrer-Airbag sondern auch Seiten-Airbag und Kopf-Airbag in den Fahrzeugen zu finden. Für die Fahrzeuginsassen sind diese Entwicklungen lebensrettend. Für die Rettungskräfte kann ein explodierender Airbag während der Rettungsarbeiten Verbrennungen, Knalltrauma sowie schwere körperliche Verletzungen durch die spontane Ausbreitung des Airbag verursachen.

Um diese Gefahr zu reduzieren, wird dieses einfache Gurtgeflecht-System über das Lenkrad gezogen und dahinter festgezurrt. Je nach Lenkradgröße stehen 2 Systeme zur Auswahl. Gerade bei jungen Menschen sind Sportlenkräder in Mode. Diesbezüglich wurde eine kleinere Version des Octopus entwickelt und steht auch der Feuerwehr Puchheim-Bahnhof zur Verfügung.

Durch das Zuziehen der Chemiefaser-Zurrgurte wird der Airbag daran gehindert sich vollständig aufzublasen. Bei einem deformierten Lenkradkranz wird aber vom Einsatz des Octopus abgeraten.

Beim Zuziehen ist darauf zu achten, dass die Airbagsicherung sich mittig auf dem Lenkrad befindet, und die Zurrgurte möglichst fest angezogen werden.

Wichtig : Die Airbagsicherung wird auch nach dem Abklemmen der Fahrzeugbatterie noch mindestens eine Stunde im verzurrten Zustand belassen, da auch nach den Rettungsarbeiten mit einer Spätauslösung gerechnet werden muss.

 

(Bericht: Michael Almstetter)